Webhosting – wie, was und warum?

WordPress ist eine Software, die in Serverumgebungen läuft (mittels PHP und Webserver). Wer WordPress nur auf seinem Rechner ausprobieren möchte, kann das mittels Xampp oder Wamp. Die Installation von WordPress ist immer gleich – egal ob lokal oder auf dem Server.

Unterschied: lokal und Server

Aber wo liegt der Unterschied zwischen meinem PC daheim und einem Server: beide sind doch an das Internet angeschlossen? Das ist soweit korrekt, aber ein Server hat eine fixe IP-Adresse, ist den ganzen Tag an und hat einen sehr guten Internetanschluss. Die Internetanschlüsse werden zwar privat immer besser, aber bei einem Server, der Webseiten ausliefern soll, ist nicht nur die Downloadgeschwindigkeit wichtig, sondern vor allem die Uploadgeschwindigkeit. Nur so können Anfragen schnell übermittelt werden. Auch hat der Server optimierte Software und Hardware für die Auslieferung von Webseiten: Webserver, Datenbankserver, Mailserver etc.

Wenn WordPress also als Webseite immer verfügbar sein soll, z.B. über www.meinerstekleinewebseite.de, braucht man einen Server. Da einen Server zu verwalten, etwas viel technisches Know-How erfordern würde, gibt es die benutzerfreundliche Variante der Webhosting-Pakete. Dort wird ein kleiner Ausschnitt eines großen Servers bereit gestellt und der Kunde kann alles mittels einer Oberfläche steuern. Ein Webhosting-Paket ist also eine Serverumgebung, die wir zwingend benötigen, wenn wir WordPress im Internet haben möchten.

Was braucht WordPress

Damit WordPress in einer Webhosting Umgebung läuft, braucht es in erster Linie php. php ist eine Programmiersprache, die letztlich HTML-Seiten generiert, die dann wiederum im Browser angezeigt werden können. php wird auf dem Server ausgeführt, auf dem WordPress läuft. Wenn php dort langsam läuft, läuft WordPress langsam. Deswegen ist es wichtig, auf folgende php Eigenschaften zu achten:

  • Memory Limit (in MegaByte): beschreibt den verfügbaren Arbeitsspeicher eines php Prozesses. Wenn wichtige Operationen wie Update, Beitrag speichern etc. durchgeführt werden, werden Daten in den Arbeitsspeicher geschrieben. Dieser sollte in der Regel 256MB haben.
  • Upload Filesize (in MegaByte): in der WordPress Mediathek können maximal die angegebene Dateigröße große Elemente hochgeladen werden. Für alles Größere muss man FTP verwenden.
  • Execution time (in Sekunden): so lange darf ein einzelner php Prozess laufen. Beispielsweise muss eine Datei in der Zeitspanne in der Mediathek hochgeladen sein – ansonsten schlägt der Prozess fehl. Auch darf ein WordPress Update nicht länger als diese Länge dauern. Es macht daher keinen Sinn, 128MB in der Mediathek hochladen zu können, wenn die Zeitspanne dafür nur 60 Sekunden beträgt.

Neben php braucht WordPress eine MySQL Datenbank, um alle Texte und Einstellungen zentral speichern zu können. php baut sich später aus der Datenbank die Informationen zusammen, die angefordert wurden. Pro Datenbank sollte man nur ein WordPress System installieren.

Automatische Installer

Viele Webhosting-Anbieter haben mehrere Apps in ihrem One-Click-Installer, d.h. WordPress kann mit einem Klick im Webhosting Adminbereich installiert werden. Ich würde davon abraten! Zum einen weiß man nicht genau, was dieser Installer genau macht (Länge und Sicherheit des Datenbank-Passwortes, Datenbank-Präfix etc.) und zum anderen sollte man an der manuellen WordPress Installation lernen, was die unterschiedlichen Komponenten bei WordPress sind. Dazu gehört Erfahrung mit der Datenbank: wie sieht das aus, wie geht das, was macht das. Wenn man sich davor immer scheut, wird man selbst immer bloody beginner bleiben.

Performance im Webhosting

Ein gutes Webhostingpaket steht und fällt damit, dass es eine performante php Umgebug hat, Daten auf SSDs liegen und die Webserverumgebung performant gestaltet ist. Stichworte, auf die man achten sollte: nginx, fastcgi_cache, LetsEncrypt, MariaDB, http2.

Wenn die erwähnten Punkte zum Einsatz kommen, braucht es fast kein Caching mehr auf WordPress Ebene. Aber das ist ein eigenes Tutorial.

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